Kinderaugen spätestens mit dreieinhalb Jahren untersuchen…

Nur eine augenärztliche Untersuchung gibt Eltern die Sicherheit, dass sich das Sehvermögen ihres Kindes bestmöglich entwickelt.
Trier, Januar 2019

Die Gesundheit ihres Kindes liegt jungen Eltern am Herzen. An Ratschlägen, Empfehlungen und auch Warnungen mangelt es nicht. Doch angesichts der Informationsflut der modernen Medienwelt ist es nicht leicht, sich einen objektiven Eindruck davon zu verschaffen, welches Angebot und welcher Rat tatsächlich der Gesundheit des Kindes dient. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt ermöglichen nur eine grobe Überprüfung des Sehvermögens. Auch Sehtestaktionen in Schulen können eine Sehschwäche nicht mit Sicherheit ausschließen.

Sicherheit schafft alleine eine augenärztliche Untersuchung. Denn „frühzeitiges Erkennen von Sehfehlern im Kindesalter ist nur durch Augenärzte möglich“, betont Prof. Dr. Martin Wenzel, Ärztlicher Leiter der Augenklinik Petrisberg in Trier. Kinderärzte und Augenärzte raten dringend, Kinder fachärztlich untersuchen zu lassen. „Eine Apparate-Medizin und Tests mit Infrarot-Videogeräten können eine ärztliche Untersuchung keinesfalls ersetzen“, betont Prof. Wenzel. „Insbesondere die Untersuchung des Augeninneren – dazu gehören die Augenlinse ebenso wie die Netzhaut – sind maßgeblich, um eine Sehbehinderung, die auch unbemerkt auf nur einem Auge vorliegen kann, sicher auszuschließen.“

Liegt eine Sehschwäche vor, können Augenärzte sie bei kleinen Kindern in den meisten Fällen erfolgreich behandeln. Je älter die Kinder sind, wenn die Probleme erkannt werden, desto schwieriger ist es, noch einen Therapieerfolg zu erzielen. Spätestens mit dreieinhalb Jahren sollten deshalb alle Kinder augenärztlich untersucht werden, rät der Berufsverband der Augenärzte. Gerade im Kindesalter, in dem sich das Sehvermögen erst allmählich ausbildet, ist es wichtig, Augenerkrankungen auszuschließen.

(Quelle: Berufsverband der Augenärzte)